Dienstag, 1. Juli 2014

Aufenthaltsstipendien für das Schleswig-Holstein-Haus Rostock

Alle Jahre wieder: die Ausschreibung für das Aufenthaltsstipendien für das Schleswig-Holstein-Haus Rostock läuft. Bewerben können sich KünstlerInnen aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Performance, Neue Medien, Film und Komposition aus MV und ganz Deutschland.
Es ist noch genug Zeit zum Aufsetzen des Bewerbungschreibens da, die Deadline für Bewerbungen ist der 15. September.
Voraussetzung ist neben der Kunst-Fertigkeit, dass die BewerberInnen in MV leben oder sich in ihren Werken mit MV und natürlich insbesondere Rostock auseinandersetzen werden.
Und hier lassen sich die genauen Bedingungen downloaden. 775 €  im Monat, das ist doch immerhin 100 € höher als der Bafoeg-Hoechstsatz. Klar, KünstlerInnen und LiteratInnen brauchen ja nicht viel. Sie sind es ja gewohnt bescheiden zu leben ...
Die Städte täten besser daran, das Stipendium weniger häufig, dafür besser dotiert zu vergeben. Wer also keine anderen Einkünfte oder Ersparnisse hat, kann sich für dieses Stipendium wohl eher nicht bewerben.

Montag, 30. Juni 2014

Benefizlesung für den Erhalt des Fallada-Hauses im Koeppenhaus

Am 08.07.2014 um 19:30 Uhr veranstaltet das Falladahaus ein Benefizlesung, allerdings im Koeppenhaus.
Die Arbeit der Pommerschen Literaturgesellschaft e.V. in der Steinstraße 59, dem Geburtshaus des Schriftstellers Hans Fallada, ist wgen finazieller Probleme gefährdet.
Im Aufruf heißt es:  "Seit dem Tod des Hauseigentümers und Förderers Klaus Michel ist die mietzinsfreie Nutzung der Räume durch den ehrenamtlich tätigen Verein weggefallen. Dieser kann die nun geforderte Miete allein nicht aufbringen. Die Lesung wird in Zusammenarbeit mit dem Falladahaus und dem Kulturamt organisiert. Mit dieser möchten die Initiatoren auf die Vereinssituation hinweisen und um Unterstützer sowie neue Mitstreiter werben"

In der Öffentlichkeit bekannte Persönlichkeiten werden an diesem Abend aus Hans Falladas autobiographischen Roman „Der Alpdruck“ lesen: Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Dirk Löschner, Intendant des Theaters Vorpommern und Jochen Schiedermair, Professor für Neuere Skandinavische Literaturen an der Universität Greifswald & Vorsitzender des Kulturvereins Nordischer Klang. Die Einnahmen der Lesung sollen dem Falladahaus zugute kommen .

Mittwoch, 25. Juni 2014

ausschreibung RISSE rostock

die risse-redaktion hat soeben einen sehr schnittigen ausschreibungstext veröffentlicht, der im folgenden in gänze zitiert wird.

"texte zum thema schnitt gesucht
die zeitschrift „risse - zeitschrift für literatur in mecklenburg und vorpommern“ widmet sich in halbjährlich erscheinenden heften neuer literatur aus mecklenburg und vorpommern.
für das heft 33, das im herbst erscheinen wird, sucht die redaktion texte von autorinnen aus mv, die sich schnittig und einschneidend dem thema „schnitt“ im weitesten sinne widmen: von schnittlauch bis haircut, über ein- und ausschnitte bis hin zu schnitttechniken und zäsuren.
die risse-redaktion freut sich auf ihre / eure einsendungen, die ihren schnitt machen, ohne jemandem den schneid abzukaufen. texte, die alles sein können, nur nicht durchschnittlich.
einsendeschluss ist der 1. august 2014."

die texte sollen an die redaktion (at) risse-mv.de gesandt werden.

klingt richtig gut. schneiden also statt (zer)reissen, aber vielleicht ist letzteres auch eine zulässige technik.

endlich dürfen wir poetinnen und poeten mal so richtig innovativ sein;)

Mittwoch, 4. Juni 2014

Imagine - Filmische Poesie pur

"I found the methods
used by blind people
to find their way around
in the world
to be both poetic
and absolutely cinematic(...)"
(Andrzej Jakimowski)

Heute (Donnerstag, 05. Juni) läuft im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald um 21 Uhr der wunderbare Film "Imagine" von Andrzej Jakimowski. Im Mittelpunkt steht der blinde Ian, der einen Job als Lehrer in einer  Blindenklinik, eher einer Art Internat für Blinde,  in Lissabon bekommt. Seine unkonventionellen Methoden verwirren anfangs die Schüler, eröffnen ihnen aber allmählich neue Welten. Eine Ahnung von Freiheit. Die nicht ohne Gefahren zu gewinnen ist, was der konservativen Klinikleitung nicht gefällt...
Der Film ist absolut faszinierend und schafft es, dass wir als Zuschauer die Welt im Film (und auch nach dem Film,  für eine Zeitlang) anders wahrnehmen. Phantastisch der Soundtrack des Films, großartig der Schauspieler Edward Hogg. Hogg spielt Ian unglaublich authentisch, glaubwürdig, so dass einen später die Nachricht überrascht, dass der Schauspieler in Realität nicht blind ist.
Jakimowski zeigt die Welt der Blinden so eindrücklich, dass die (meisten) Zuschauer auf gewisse Weise in dieses Welt eintauchen, dass sie, die Sehenden, auf einmal Hörend-Sehende werden. Wir lernen eine neue Art der Wahrnehmung.
Vor allem aber ist das ein Film über die Macht der Vorstellung, die so noch niemand ins Bild gesetzt hat. Die Stadt Lissabon mit einem verborgenen Zauber, den Ian besser sehen kann als die Sehenden, eine zarte Liebesgeschichte, eine dichte Atmosphäre, eine besondere Art von Hoffnung - und vor allem absolut überzeugende SchauspielerInnen.
Nach diesem Film geht man wie im Traum nachhause und vor allem: man beginnt nachzudenken. Ein zutiefst berührender Film, den man nicht verpassen sollte: IMAGINE ....

Freitag, 30. Mai 2014

31. tEXTRAbatt am 03. juni 2014

entschuldigt das späte posting, in ganz seltenen fällen gibt es dinge die wichtiger sind als dieses brotlose  blog ;)
der nächste tEXTRAbatt ist schon ganz nah. am 3. juni, 19.30 uhr sind bei uns auf der lesebühne im mehrgenerationenhaus im speicher am katharinenberg zu sehen und hören:  der dramatiker oliver kluck (berlin), christian wöllecke (berlin) und tobias reusswig aus dem greifswalder autorenverein. christian wöllecke war 2013 stadtschreiber im thüringischen ranis und stellt sein dort entstandenes buch „einer muss der uke sein“ mit erzählungen und prosaminiaturen in stralsund vor. oliver kluck, dessen stücke auf deutschen und österreichischen bühnen gespielt werden, liest die fortsetzung seines neuesten prosatextes. gespannt sein kann man auch auf den jungen lyriker tobias reusswig, der experimentierfreudige gedichte schreibt. wir freuen uns wieder auf einen abwechslungsreichen textrabatt und ein aufmerksames publikum.

Freitag, 2. Mai 2014

Nordischer Klang

Und von neuem klingt es nordisch in Greifswald. Zur Zeit läuft die traditionelle Eröffnungsfeier im Stadttheater.

30.tEXTRAbatt am 6. Mai 2014: Neue literarische Leckerbissen

hier endlich näheres zum 30. textrabatt am 6. mai 2014, um 19.30 uhr im mehrgenerationenhaus am katharinenberg in stralsund.
paulina schulz liest aus ihrer neu erschienen erzählung „das eiland“, die soeben im freiraum verlag erschienen ist und deren erste auflage bereits ausverkauft ist. eine atmosphärisch dichte, sehr poetisch erzählte geschichte, in der sich der fotograf john an einen fernen sommer erinnert, in dem er als jugendlicher den faszinierenden zwillingen milan und milena begegnet...ein sommer der initiation und der desillusionierung, den er nie vergessen wird.
sandra pixberg wird aus ihrem neuen entwicklungsroman lesen, der sich noch im entstehungsprozess befindet. er geht der frage nach, was es bedeutet, im zeitalter des postmaterialismus zu leben. im mittelpunkt des romans steht der protagonist arndt lechner, gut situierter chefredakteur und familienvater, der arbeitslos wird und dessen leben sich daraufhin mehr ändert als ihm lieb ist.
johannes fischer, der sonst auf poetry-slam-bühnen zu hören ist, wird gedichte und kurze prosatexte mitbringen, die durch ihre vielseitigkeit und ihren skurrilen humor überraschen. nicht zuletzt beim blick auf das gemüseschnetzeln in der küche:  „und so stand die salatgurke auf messers schneide“, so beginnt einer seiner texte. während er in einem anderen seiner texte in einer philosophisch-literarischen suchbewegung dem prozess des lesens und dem wesen der erzählung nachspürt.

und damit nicht genug: schliesslich handelt es sich um eine art jubiläum, den 30. textrabatt. an diesem abend laden wir die zuhörerinnen aus dem publikum ein, selbst auf die bühne zu kommen und einen text zu präsentieren. es sollte sich dabei um ein gedicht oder einen kurzen prosatext von höchstens einer seite handeln. vielleicht haben auch sie / habt auch ihr etwas in der schublade?

abschliessend möchten wir noch auf zwei neue veröffentlichungen hinweisen. im märz dieses jahres erschien im freiraum verlag der gedichtband „von bussen und büffeln“ von odile endres, in kürze wird der band „sundschwimmen“ von ulrike sebert in der lyrikreihe des mückenschwein verlags erscheinen. dieser gedichtband ist zur zeit im druck.

bis bald im speicher am katharinenberg, mit neuen literarischen leckerbissen!